Preise

Zum Abschluss jedes Jahrgangs können sich die Stipendiat*innen für insgesamt drei Preise der AKM bewerben, die von Förderern und Partnern an herausragende Projekte vergeben werden.

  • Bereits seit 2003 lobt die Mitteldeutsche Medienförderung (MDM) einen mit 15.000€ dotierten Förderpreis aus.
  • Das GRIPS Theater Berlin spricht seit 2017 jeweils im ungeraden Jahr eine Nominierung für den “berliner kindertheaterpreis” aus. Mit der Nominierung einher gehen die Teilnahme an zwei Workshop-Phasen sowie 1.500€. Im geraden Jahr wird der GRIPS-Theater-Förderpreis in Höhe von 800€ vergeben.
  • Beginnend 2022 wird der Thienemann-Esslinger Verlag einen mit 2.500€ dotierten Preis ausloben. Von 2013 bis 2018 wurde der Preis des Verlagskooperationspartners von Baumhaus und Boje vergeben und von 2019 bis 2021 vom magellan Kinder- und Jugendbuchverlag.

Die Preisgelder unterliegen möglicherweise der Versteuerung durch die Preisträger*innen.

                 

Olivia Vieweg wird für ihre ihre Story World mit Serienkonzept BLASMUSIK DES TODES zweifach ausgezeichnet: Sie gewinnt den Förderpreis der Mitteldeutschen Medienförderung  sowie den Magellan-Preis.

Grufti-Kids gründen eine Blasmusikkapelle, um ihren Lieblingslehrer aus der Hölle zu befreien. Dabei bringen sie unfreiwillig das Gleichgewicht zwischen Licht und Schatten ins Wanken.

In der Jurybegründung der Mitteldeutschen Medienförderung heißt es:

Hier kommt zusammen was auf den ersten Blick so gar nicht zusammengehört. Provinz und Underground, die Idylle und das Grauen: in einem vielschichtigen Universum, das hinter jeder Ecke neue Lesarten für ur-deutsche Sujets und Bildwelten bereithält. Gekonnt jongliert die Autorin mit Versatzstücken von Genres. Dabei gelingt es ihr, in immer neuen, kreativen Kombinationen das Tempo und den Spaß beim Lesen hochzudrehen. Eine ganz eigene Stimme verschafft sich Gehör und zieht uns tief hinein in eine verstörende Welt, die gespickt ist mit ohrenbetäubender Musik und einer Flut origineller Bilder.

Auch die Jury des Magellan Kinder- und Jugendbuchverlags begeisterte die BLASMUSIK DES TODES, die auf den Spuren von „Stranger Things“ wandelt und uns in eine vermeintlich idyllische deutsche Fachwerkstadt versetzt.

In der Jurybegründung heißt es: Überraschend, schräg und witzig! Olivia Viewegs Storyworld besticht durch Originalität und Glaubwürdigkeit. Gekonnt changiert ihre humorvolle Handlung zwischen fantastischer und realer Welt. Markante Protagonisten mit hohem Identifikationspotenzial und der sorgfältig konzipierte Episodenaufbau sorgen für anhaltende Spannung. Auch das Probemusikstück von Anna Kühlein ist sehr überzeugend und rundet die gelungene Storyworld ab, die sicherlich auch ihre Fans bei einer älteren Zielgruppe finden wird.

Lena Gorelik erhält für ihr Drehbuchdebut DANN EBEN MIT PFERD von der Jury der Mitteldeutschen Medienförderung eine Lobende Erwähnung.

Ich! Will! Aber! Wer und was ist das denn da unterwegs? Das sind: Mari und das Pferd sowie ihre Freunde, Alfi und Laila. Und das „Marzich“ – eine eigens für diese Reise gebaute Karre. Eine Reise, die durch Abenteuer, Deutschland und Lügen führt.

In der Jurybegründung heißt es:

Es riecht nach Abenteuer in diesem Roadmovie, vom ersten Moment an evoziert die Erzählung ein betörendes Sommergefühl. Dabei geht es um viel, wenn nicht um alles für die energisch zupackende Hauptfigur. Gerechtigkeit! Und bloß kein Opfer sein, so wie andere um sie herum! Das ist ihr so wichtig, dass sie sich dafür auch mal in einer Lügengeschichte verheddert und beinahe in die Enge manövriert. Überzeugende Nebenfiguren, ob Kinder oder Erwachsene, verleihen diesem besonderen Filmstoff zusätzliche Substanz und ermöglichen eine originelle und berührende Innensicht auf den Alltag einer Geflüchteten.

Das GRIPS Theater Berlin überreicht eine Nominierung für den „berliner kindertheaterpreis 2023“, dotiert mit 1.500 Euro sowie der Teilnahme an zwei Workshop-Phasen, an Marie Hüttner für ihr Exposé KOMM, WIR RETTEN OMA.

Ein Leben ohne Oma Lore kann die neunjährige Pia sich gar nicht vorstellen. Doch bei aller Liebe, dass Oma neuerdings im Supermarkt Lebensmittel klaut, das geht zu weit.

In der Jurybegründung heißt es: Mit spielerischer Phantasie und einer besonderen Nähe zu ihren Figuren entfaltet die Autorin ihre Geschichte über drei Generationen. Und wie das Mädchen schließlich erkennen muss, was der „kritische Zustand“ ihrer Oma bedeutet, das ist angelegt als ein schmerzhafter und zugleich beglückender Schritt auf dem Weg des Erwachsenwerdens.

“In Mitteldeutschland und besonders in Thüringen schlägt das Herz des anspruchsvollen Kinderfilms in Deutschland. Die nötige Energie und die frischen Ideen dafür kommen regelmäßig aus der Akademie für Kindermedien. Die MDM freut sich, jedes Jahr ein herausragendes, in der Akademie entwickeltes Projekt mit ihrem Förderpreis der Realisierung einen großen Schritt näher zu bringen.”

Claas Danielsen, Geschäftsführer der MDM